Pullover Ida von Kreativlabor Berlin

Auch wenn ich gerade ziemlich viel um die Ohren habe, habe ich es mir nicht nehmen lassen, für die liebe Julia von Kreativlabor Berlin probezunähen. Als sie ihrem Stammteam den neuesten Schnitt vorstellte, war ich total begeistert.

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Wie immer sitzt der Schnitt perfekt. Ich musste nichts abändern oder ähnliches. Genäht – gepasst! 🙂 Besonders toll finde ich die V-förmige Passe und die beiden Eingriffstaschen. So wirkt der Pullover sportlich-egleant. Außerdem kann man hier wunderbar verschiedene Stoffe kombinieren. Und da Passe sowie Eingrifftaschen nicht viel Stoff benötigen, kann man auch Stoffreste verwenden. Und davon haben wir doch alle genug, wenn wir mal ehrlich sind.

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Im Schnittmuster sind die Größen 34 bis 48 enthalten. Es gibt wie immer eine sehr ausführliche und gut bebilderte Nähanleitung, die es einem wirklich sehr einfach macht, den Pullover erfolgreich nachzunähen.  Das Schnittmuster gibt es im A4-Format zum selbst ausdrucken oder für Menschen, die nicht gerne schneiden und kleben einen A0-Bogen für den Copyshop zum plotten.

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Alles in allem ist Ida ein richtiger Wohlfühlschnitt und an einem Nachmittag locker genäht.

Eine zweite Ida ist auch schon fertig und diesmal als festliche Version zu Weihnachten oder Silvester (oder auch beides) gedacht. Das komplette Outfit zeige ich euch natürlich auch noch rechtzeitig vor Weihnachten.

Das Schnittmuster könnt ihr bei DaWanda und Makerist kaufen.

Verwendete Stoffe: Stickjaquard und Baumwolljersey von Stoff & Stil

Verlinkt: RUMS

Das Ebook wurde mir zum Probenähen kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Neue Applikationsvorlagen: „Mimi und der erste Schnee“, „Oskar Eisbär & Emil Pinguin“ und „Rentier Ralf“

Es wird Winter und passend zur Jahreszeit sind drei neue Applikationsvorlagen in meinen Shop eingezogen:

MIMI UND DER ERSTE SCHNEE

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Die kleine Mimi kann es gar nicht fassen: Über Nacht hat es geschneit. Überglücklich tanzt sie dick eingemummelt durch den ersten Schnee. Vor Freude glühen ihre Bäckchen und einen kleinen Schneemann hat sie auch schon gebaut.

Für Ihre kleine Winterprinzessin hat meine Schwester diesmal Mimi auf ein Shirt appliziert. Das Schnittmuster ist eine Kombination aus Raglanshirt und Kinderkleid von Klimperklein. Dazu hat sie noch einen Bubikragen für den Ausschnitt gebastelt. Das Winteroutfit wird durch einen Glitzerrock (Schnittmuster Mini-Malou von Kreativlabor Berlin) vervollständigt.

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Hier könnt ihr die Applikationsvorlage kaufen:

DaWanda (innerhalb Deutschlands)
Makerist (international)

Gestaltungsbeispiele

Auch im Probenähen sind wieder wunderschöne Beispiele entstanden:

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RENTIER RALF

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Ralf ist der kleine Bruder von Rudolph, dem berühmten Rentier des Weihnachtsmanns. Dick eingepackt und geschmückt mit einem kleinen Stern träumt er davon, auch einmal den großen Weihnachtsmannschlitten zu ziehen.

Hier könnt ihr die Applikationsvorlage kaufen:

DaWanda (innerhalb Deutschlands)
Makerist (international)

Gestaltungsbeispiele

Im Probenähen sind wunderschöne Beispiele von Ralf entstanden. Aber  schaut selbst:

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OSKAR EISBÄR & EMIL PINGUIN

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Oskar und Emil sind dicke Freunde, die gemeinsam die tollsten Abenteuer erleben und für jeden Spaß zu haben sind. Dick eingepackt mit Schal und Mütze genießen sie das Winterwetter.

Hier könnt ihr die Applikationsvorlage kaufen:

DaWanda (innerhalb Deutschlands)
Makerist (international)

Gestaltungsbeispiele

Schaut mal wie toll unsere Probenäher die Beiden zum Leben erweckt haben:

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Wusstet ihr schon, dass ihr unsere Applikationsvorlagen und Ebooks auch gewerblich nutzen dürft? Wenn ihr ein Produkt, welches ihr nach einem unserer Schnitte/Anleitungen genäht habt, gewerblich verkaufen wollt, könnt ihr eine Gewerbelizenz in meinem Shop kaufen.

Vielen Dank geht auch nochmal an unsere fleißigen Probenäherinnen, die wieder großartige Arbeit geleistet haben!

Mit dabei waren:

Margit von »MaLuStern«, Evelyn von »aefflyns«, Bianka von »Frau Lenchen«, Jessika von »Klitzekleines Glück«,  Tanja von »Künstlerkind«, Jessica »Jessicas Nähstübchen«, Anita von »BrocoCroco«, Stephanie von »Bunte Unikate von der kleinen Ameise«, Miriam von »MaMiRi«, Maika von »maikaefer«, Kerstin von »Kunterbuntes Apfelgrün«, Lisa von »Des Imperators Kleiderschrank«, Lyn von »Lynaed«, Katrin von »Filzprinzessin«,  Melanie von »Melly Regenbogen«, Jeannine von »Änni Bödden«, Ellen von »Feelini 1803«, Nicole von »hildmade«, Stephanie von »nadelgeflüster«, Mareike von »LarsLotte trägt«

Perfekte Kombi: Raglankleid & Lillestoff

Ich habe mal wieder ein lange gehegtes Streichelstöffchen angeschnitten. Okay, eigentlich habe ich das schon im September getan, doch irgendwie bin ich jetzt erst dazu gekommen das Kleid, dass ich daraus genäht habe, zu fotografieren.

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Ich war ja so glücklich, noch einen letzten Rest des ME Stoffes von enemenemeins für Lillestoff zu ergattern. Lange habe ich überlegt was ich daraus nähen soll. So pur war mir das Muster dann ein bisschen zu viel. Daher die meine Idee, ihn mit einem schwarzen Unijersey zu kombinieren. Da wirkt das Muster gleich etwas weniger aufgeregt.

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Dann ging es auf die Suche nach einem passenden Schnitt. Irgendwie hatte ich mir gleich zu Beginn ein Raglanshirt in den Kopf gesetzt. Schnell bin ich dann auf den tollen Schnitt von Lillesol und Pelle gestoßen, der Shirt und Kleid in einem ist. Für den perfekten Sitz gibt es noch Brust- und optional Rückenabnäher. Beide habe ich eingenäht und damit sitzt das Kleid wirklich super.  Zwei Pullis habe ich mir nach dem Schnitt auch schon genäht, diese zeige ich dann später auch noch. 🙂 Das Kleid ist eines meiner Winter-Lieblinge!

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Verlinkt: lilleLiebLinks, Creadienstag
Schnittmuster: Basic Raglanshirt /-kleid von Lillesol und Pelle

Eure Claudia

Das 1 x 1 des Nähmalens | allgemeine Tipps und Hinweise

Sicherlich haben die Applikationsfans unter euch schon unsere neue Vorlage „Mimi unterm Regenschirm“ entdeckt. Hier kommt das momentan sehr beliebte Nähmalen zum Einsatz. Damit werden die Konturen dynamischer und man kann noch schöne Details einarbeiten. Natürlich lassen sich die folgenden Tipps sehr gut auf jede Applikationsvorlage anwenden.

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WAS IST NÄHMALEN ÜBERHAUPT?

Beim Nähmalen malst du sozusagen mit deiner Nähmaschine ein Motiv oder Schrift auf einen Trägerstoff. Dabei ersetzen Nadel und Faden den Stift und der Stoff das Papier. Allerdings bewegst du im Gegensatz zum Zeichnen mit dem Stift die Unterlage (also den Stoff) um ein Bild entstehen zu lassen. Aber dazu später mehr.

Applizieren und Nähmalen lassen sich wunderbar miteinander kombinieren (wie ich in meinem Beispiel zeigen will). So kannst du deiner Näharbeit eine ganz individuelle Handschrift verpassen.

Du kannst aber auch nur Konturen nähmalen, die du dir zuvor auf auswaschbares Stickvlies oder direkt auf den Stoff aufgezeichnet hast. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

DAS BENÖTIGST DU

  • eine Nähmaschine mit versenkbarem Transporteur oder eine Möglichkeit ihn abzudecken
  • einen Freihandnähfuß bzw. Stopffuß (zur Not kannst du aber auch ganz ohne Nähfuß nähmalen)
  • Bügeleisen & Bügelbrett
  • einen Stickrahmen
  • Drucker
  • Applikationsvorlage / Vorlage zum Nähmalen
  • Schere für Stoff und eine kleine, scharfe Schere
  • Bleistift oder Trickmarker
  • Vliesofix (doppelseitig klebendes Bügelvlies)
  • Stickvlies (zum ausreißen)
  • auswaschbares Stickvlies bzw. auswaschbare Stickfolie (z.B. von Avalon)
  • verschiedene Stoffe
  • farblich passendes Nähgarn

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DIE STOFFAUSWAHL

Generell eignen sich fast alle Stoffe zum Nähmalen. Du kannst Baumwollstoffe, Sweat-, Jersey-, Interlock-, Nicky-, Fleece-, oder Frotteestoffe verwenden.

Ich sammle die kleineren Reste meiner Nähprojekte in einer separaten Kiste und krame sie für meine Applikations- / Nähmalprojekte wieder heraus. So finden auch sie noch eine schöne Verwendung.

Ganz wichtig bei allen dehnbaren Stoffen (wie Sweat, Jersey, Interlock, Nicky, Fleece etc.) ist die Verwendung von Stickvlies. Es wird unter den Grundstoff gelegt und verhindert ein Verziehen des Stoffes.

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DIE VORBEREITUNG

Bevor es losgehen kann, musst du zunächst noch deine Nähmaschine umbauen. Zuerst wird der normale Nähfuß inklusive Fußhalter abgenommen und  gegen den Stopffuß (A) ausgetauscht. Dieser kann von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich aussehen. Hast du keinen Stopffuß kannst du auch nur den Nähfuß ausbauen. Der Fußhalter (B) bleibt in diesem Fall an der Maschine. Ich empfehle dir allerdings einen Stopffuß zu besorgen, da damit ein besseres Ergebnis erzielt wird.

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Als nächstes musst du den Transporteur an der Nähmaschine versenken (siehe Bild). Dieser transportiert beim normalen Nähen den Stoff, was für das Nähmalen aber hinderlich wäre. Der Schalter dafür ist bei jeder Maschine an einer anderen Stelle. Schaue bitte in deine Nähmaschinen-Anleitung, wo er sich befindet.

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Zum Nähmalen wird der normale Geradstich verwendet. Die Stichlänge ist egal, da der Transporteur abgeschaltet ist. Du bestimmst sie selbst mit der Geschwindigkeit, mit der du dein Nähstück unter der Nadel bewegst. Die richtige Nähgeschwindigkeit musst du austesten. Zu Beginn solltest du lieber etwas langsamer nähen, um dich daran zu gewöhnen, den Stoff selbst zu bewegen. Je sicherer du wirst, desto schneller kannst du werden. Die Fadenspannung und der Nähfußdruck sollten auf Mittel eingestellt sein. Teste die Einstellungen deiner Maschine aus und finde heraus, welche für dich an besten passt.

LOS GEHT’S!

Wenn du mit unseren Vorlagen arbeitest und du Nähmalen mit Applizieren verbinden willst, sind die nächsten Schritte fast die gleichen, wie in unserer Anleitung „Tipps und Tricks zum Applizieren”.

Anhand eines Beispielmotives erkläre ich dir alle Arbeitsschritte, die zum Nähmalen nötig sind. Die Tipps und Hinweise sind allgemein gültig und können auf jedes Motiv übertragen werden.

Schritt 1: Motiv ausdrucken

Bitte beim Drucken darauf achten, dass du bei 100% Größe druckst und keine Seitenanpassung eingestellt hast. Auf unseren Vorlagen findest du ein Kontrollquadrat, welches du nach dem Ausdruck abmessen kannst. Wenn es auf dem Ausdruck genau 3 x 3 cm groß ist, hast du alles richtig gemacht.

Natürlich kannst du die Vorlage auch nach deinen Wünschen verkleinern oder vergrößern.

Beachte aber: Je kleiner das Motiv, um so kniffeliger wird das Applizieren.

Schritt 2: Motiv übertragen

Übertrage zunächst die zu applizierenden Teile der Vorlage (A). Lege das Vorlagenblatt unter das Vliesofix. Nun kannst du ganz einfach alle Einzelteile des Motivs mit Bleistift auf die Papierseite des Vliesofix übertragen.

Achtung: Unsere Vorlagen sind schon gespiegelt, damit die Motive beim Übertragen auf den Stoff seitenrichtig sind!

Jetzt werden alle Teile, die genähmalt werden sollen mit Bleistift oder Trickmarker auf auswaschbares Stickviles übertragen (B).

Achtung: Unsere Vorlagen zum Nähmalen sind seitenrichtig angelegt!

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Schritt 3: Einzelteile grob ausschneiden

Jetzt schneidest du alle Teile grob aus. Um den Überblick nicht zu verlieren, ist es hilfreich, die Einzelteile zu beschriften (z.B. Kopf, Fuß, Auge…).

Schritt 4: Einzelteile aufbügeln

Nun werden die grob ausgeschnittenen Teile mit der rauen Klebeseite nach unten auf die linke Seite des gewünschten Stoffes gebügelt. Beachte dabei den Fadenlauf. Lass das Bügeleisen vorher erst richtig heiß werden (Einstellung: auf Baumwolle, ohne Dampf). Achte darauf, dass das Vliesofix überall gut anhaftet. Bei empfindlichen Textilien kannst du zum Schutz vor Stoffschäden ein Tuch oder Backpapier zwischen Stoff und Bügeleisen legen.

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Schritt 5: Teile exakt ausschneiden

Aus dem durch das Vlisofix stabilisierten Stoff kannst du jetzt alle Einzelteile sorgfälltig ausschneiden. Verwende für kleine oder filigrane Teile eine scharfe Nagel- oder Handarbeitsschere.

Schritt 6: Motiv auf dem Trägerstoff positionieren

Als erstes ziehst du von allen Einzelteilen, die appliziert werden sollen, vorsichtig das Schutzpapier ab. Die Klebeschicht des Vliesofix haftet an der Stoffrückseite. Danach kannst du die Teile auf dem Trägerstoff positionieren. Für eine exakt mittige Anordnung des Motives halbierst du den Stoff und bügelst einmal darüber. So entsteht eine Falte an der das Motiv ausgerichtet werden kann. Natürlich kannst du die Mitte auch mit Stecknadeln markieren.

Tipp: Damit bei der Kombination aus Applikation und Nähmalen alle Teile genau zusammenpassen stecke ich mir das auswaschbare Stickvlies mit zwei Nadeln auf den Trägerstoff. Dann hebe ich es an und positioniere alle zu applizierenden Teile darunter. Zum Festbügeln klappe ich das Vlies vorsichtig nach oben. Achtung! Vor allem kleine Teile verrutschen leicht.

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Schritt 7: Festbügeln

Beim Bügeln hast du jetzt zwei Möglichkeiten:

1. Variante: Wenn das Motiv aus mehreren Schichten und vielen Einzelteilen besteht, werden zunächst erst die unten liegenden Teile platziert, festgebügelt und genäht. Alle weiteren Teile werden nur zur Probe mit aufgelegt und danach wieder entfernt. Es wird also in mehreren Schichten aufgebügelt und genäht.

2. Variante: Du kannst aber auch alle Teile mit einem Mal aufbügeln und dann alles zusammen festnähen. So habe ich es hier in meinem Beispiel gemacht. Erst alle Teile festbügeln und dann das Stickvlies mit dem zu nähmalenden Motivteil darüber positioniert.

Welche Variante du wählst, ist Geschmackssache und dir überlassen. Ich mache es immer vom Motiv abhängig.

Wenn die Teile richtig liegen, können sie festgebügelt werden. Setze dafür das Bügeleisen kurz auf den Stoff (nicht hin und her schieben), um die Teile grob zu fixieren. Wenn sie haften kannst du wie gewohnt bügeln. Prüfe dabei, ob auch wirklich alles fest klebt.

Bei empfindlichen Stoffen auch hier wieder ein Tuch dazwischen legen.

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Schritt 8: Nähen

Wie bereits geschrieben positionierst du über den Trägerstoff mit den aufgebügelten Teilen das auswaschbare Stickvlies mit den zu nähmalenden Konturen und steckst es fest.

Nun legst du ein Stück ausreisbares Stickvlies (etwas größer als das Motiv selbst) unter den Stoff.

Es dient vor allem bei dehnbaren Stoffen als Stabilisierung. Das Ganze spannst du in den Stickrahmen ein. Lege dazu zuerst den Teil des Rahmens mit der Schraube auf den Tisch. Dann positionierst du darauf den Stoff und legst den Innenrahmen (ohne Schraube) darüber. Jetzt spannst du das Ganze fest. Der Stoff liegt so direkt auf der Maschine auf.

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Tipp: Um den Stickrahmen unter dem Nähfuß zu bekommen, musst du ihn ganz nach oben heben. Bei mir geht das, in dem ich den Hebel zum Anheben des Nähfußes einfach noch eine Stufe weiter nach oben drücke. So kann der Stickrahmen bequem positioniert werden.

Jetzt kannst du mit dem Nähen beginnen. Am Anfang ist es vielleicht etwas ungewohnt, dass du das Nähstück bewegen musst. Aber daran gewöhnt man sich schnell. Durch deine Bewegung kannst du flexibel hoch, runter und zur Seite nähen. Mit dem Fuß steuerst du wie gewohnt die Geschwindigkeit.

Suche dir eine Stelle, von der aus du starten möchtest und lege los. Je öfter du über die einzelnen Linien gehst desto stärker werden die Konturen und es entsteht ein interessanter Effekt. Die Linien sehen aus wie locker mit dem Stift gezeichnet. Hab Geduld. Nähmalen braucht seine Zeit.

Wenn du die Konturen mehrfach nähst, ist ein Verstechen der Fäden nicht notwendig. Du kannst sie einfach abschneiden. Ich ziehe allerdings die Oberfäden mit einer Nadel nach innen durch den Stoff durch und schneide sie dann ab.

Wenn du Linien nur einfach nähst, empfehle ich die Anfangs-und Endfäden nicht einfach abzuschneiden. Sie werden hinterher mit einer Nadel nach innen gezogen und verknotet, damit die Naht nicht wieder aufgeht. Wenn du ganz sicher gehen willst kannst du die Fäden auch noch verstechen. Mache das bei Applikationen, die aus vielen Teilen bestehen, nach jedem aufgenähten Teil. So wird ein Fadenwirrwar verhindert.

Ist dein Motiv größer als der Stickrahmen, dann ist es unumgänglich, die Position des Rahmens gelegentlich zu verändern, da es sich am Rand nicht gut nähen lässt.

Schritt 9: Stickvlies ausreißen/auswaschen

Jetzt kannst du das Stickvlies von der Rückseite des Trägerstoffs entfernen indem du es vorsichtig ausreißt. Das Stickvlies von der Vorderseite wäschst du unter fließendem Wasser aus (beachte dazu die Herstellerangaben).

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Schritt 10: Verzieren

Wenn dein Nähstück getrocknet ist (Ungeduldige helfen hier mit dem Bügeleisen nach), kannst du das Motiv noch nach Herzenslust mit Perlen, Knöpfen, Borten, Bändern und Schleifen verzieren. Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

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Fertig!

Und wenn das erste Probestück nicht ganz so perfekt ist, hab Geduld und gib nicht gleich auf.

Mit der Zeit und etwas Übung wirst du sehen, dass Nähmalen gar nicht so schwer ist und viel Spaß macht.

Eure Claudia

Buchtipp & Verlosung: Lichterweihnacht | Leuchtende Deko-Ideen selbstgemacht

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Lichterweihnacht – Leuchtende Deko-Ideen selbstgemacht Verlag: Christophorus Verlag | ISBN: ISBN 978-3-8388-3631-7 | 12,99 €

Heute möchte ich euch gerne ein Buch vorstellen, zu dem ich drei Anleitungen beigesteuert habe:  „Lichterweihnacht – Leuchtende Deko-Ideen selbstgemacht“*, erschienen im Christophorus Verlag. Bald beginnt die Adventszeit und ihr seid sicherlich schon fleißig am dekorieren. Vielleicht wollt ihr auch gerne noch neue Dekoration selbst basteln? Dann findet ihr im Buch ausreichend Beispiele für wunderschön leuchtenden Weihnachtsschmuck, die eine besonders tolle Stimmung zaubern.

Moderne Kerzenhalter aus dem Trendmaterial Beton, ein filigrander LED-Stern zum Aufhängen, eine schöne Lichterkette, ein festlicher Adventskranz oder zarte Teelichtschalen aus Wachs: Dieses Buch zeigt stimmungsvolle Lichtideen für eine wundervolle Winter- und Weihnachtszeit.

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Gerne möchte ich euch meine Anleitungen etwas näher vorstellen. Beginnen wir mit den Wachs-Tischlichtern. Sie werden im Tauchverfahren hergestellt, ähnlich wie beim Kerzenziehen. Verziert habe ich die Schalen außen noch mit goldener Sprühfarbe. Damit wirken sie edel und finden auch auf der Festtafel ihren Platz. Bitte unbedingt LED-Teelichter als Leuchtmittel verwenden, da durch die Wärme herkömmlicher Teelichter durch die Wärme das Wachs der Schalen schmelzen könnte. Und das wäre ja schade, oder?

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Nummer zwei sind meine Papierbäumchen mit grafischen Mustern. Ich habe hier verschiedene Vorlagen zum Ausdrucken erstellt und mich bei den Formen und Farben vom skandinavischen Design inspirieren lassen. Die Bäumchen wirken sehr geradlinig und sind sicherlich auch für die Minimalisten der Weihnachtsdekoration etwas. Auch hier bitte LED-Teelichter verwenden. Nicht, dass eure Bäumchen in Flammen aufgehen!

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Und last but not least ein kleines Upcycling-Projekt! Die Dosen-Windlichter werden aus alten Konservendosen hergestellt. Also schmeist diese nicht unbedingt gleich in den Müll! Mit Farbe versehen und eingedrückten Löchern, die Herzen oder Sterne ergeben, machen sie als Lichterdekoration etwas her. Sehr gut kann ich mir diese Deko auch auf dem Balkon, im Garten oder vor der Haustür vorstellen.

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Doch auch die anderen Anleitungen lohnen definitiv einen Blick! Ich hab da schon noch ein paar Dinge im Auge, die meine diesjährige Weihnachtsdekoration werden sollen.

Nun habt ihr die Möglichkeit ein Exemplar des Buches zu gewinnen! Was müsst ihr also tun, um an der Verlosung teilzunehmen?

  1. Schreibt mir in einen Kommentar, wie ihr am liebsten weihnachtlich dekoriert? Eher klassisch mit Nussknacker und Schwibbbogen, oder eher minimalistisch-modern?
  2. Ihr solltet mindestens 18 Jahre alt sein. Seid Ihr noch keine 18, benötige ich eine Einverständniserklärung eurer Eltern bevor ihr am Gewinnspiel teilnehmt.
  3. Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 27.11.2016 um 23:59 Uhr.
  4. Aus logistischen Gründen versende ich nur innerhalb Deutschlands, die Teilnahme an der Verlosung ist also leider auf Deutschland begrenzt.

Alle Angaben ohne Gewähr.

Die Gewinnerin / der Gewinner wird dann  per E-Mail von mir informiert.

Dann wünsche ich euch schon mal viel Glück!

Wer es gar nicht abwarten kann, kann das Buch natürlich auch schon kaufen. Einfach auf den Link unten Klicken. 😉

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Eure Claudia

*Affiliate-Link

Stufenrock „Mini-Malou“ | Kreativlabor Berlin

Letztens gab es wieder tolle Ebooks von Kreativlabor Berlin probezunähen. Ich hatte leider keine Zeit dafür, doch meine Schwester testete den süßen Stufenrock „Mini-Malou“ für ihre Kleine. Nun lasse ich sie aber mal selbst zu Wort kommen.

Heute möchte ich euch gern das neuen Lieblingsoutfit meiner Mausi zeigen.

Ich durfte nämlich kürzlich wieder für die liebe Julia von Kreativlabor Berlin probenähen. Den wunderbaren Kinderrock „Mini-Malou“.

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Der Stufenrock “Mini-Malou” ist ein klassischer Tellerrock, der aus Tüll, Jersey oder Webware genäht werden kann. Um einen besonderen Effekt zu erzielen, kann die etwas kürzere Stufe aus einem Kontraststoff genäht werden. Aber natürlich funktioniert der Rock auch einlagig als klassischer Teller-Minirock. Rock “Mini-Malou” wird am Bauchbund mit einem Taillengummi oder Bündchenware genäht. So passt er allen Größen ganz flexibel. Im Schnittmuster sind die Größen 92 – 164 enthalten.

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Ich habe mich bei meinen Beispiel für einen zweistufigen Rock aus schwarzem Tüll und Jersey mit einem Bauchbündchen entschieden. Dazu habe ich das Shirt(Kleid) Mini-Mathilda, auch von Kreativlabor Berlin, kombiniert. Ich finde die beiden Schnitte passen toll zusammen.

„Mini-Malou“ ist super schnell genäht und auch gut für Nähanfänger geeignet. Durch die unterschiedlichen Variationsmöglichkeiten ist der Rock sehr wandelbar und kann von sportlich bist festlich genäht werden. Auch lässt das Schnittmuster viele Materialkombinationen zu, sodass immer wieder eine ganz neue tolle „Mini-Malou“ entstehen kann. Meine Mausi liebt ihren neuen „Tanzerock“ sehr und es werden bestimmt noch einige folgen! Ich habe hier einen ganz tollen Glitzertüll liegen, der unbedingt zu  einer Weihnachts-Malou vernäht werden will….

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Wenn ihr diesen tollen Rock nachnähen wollt, gibt es das Schnittmuster dazu bei DaWanda und Makerist.

Übrigens Malou gibt es auch als Erwachsenenversion. Perfekt also für ein Mutter-Tochter-Weihnachtsoutfit 🙂

Neue Applikationsvorlagen: Mimi unterm Regenschirm und Leo der kleine Löwe

Hallo ihr Lieben! Momentan geht’s hier bei Frau Fadenschein Schlag auf schlag mit neuen Schnittmustern! Wir haben hier gerade eine ordentliche kreative Phase – und ihr profitiert natürlich auch davon! Nun möchte ich euch aber unsere beiden neuen Applikationsvorlagen etwas näher vorstellen.

MIMI UNTERM REGENSCHIRM

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Das Wetter ist ja im Moment mit Regen und Schnee so richtig novemberlich. Da geht man eigentlich nicht so gern vor die Tür. Doch der kleinen Mimi macht das gar nichts aus. Getreu dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“ ist sie mit Stiefeln, Mantel und Regenschirm ausgerüstet und platscht durch die Pfützen. Mit dabei sind ihre Freunde, ein kleiner Hund und ein Vögelchen.

Beim Verzieren der Applikation sind euch keine Grenzen gesetzt: für die Regentropfen könnt ihr z. B. auch Perlen, Pailletten, oder Knöpfe in Tropfen oder Schneeflocken-Form verwenden…

Mein Schwesterchen hat für ihre Mausi eine Mimi auf ein Kinderkleid von Klimperklein gezaubert. Das tolle an dem Schnitt ist seine Wandelbarkeit. Hier hat sie ihn als Tunika mit amerikanischem Ausschnitt genäht.

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Hier könnt ihr die Applikationsvorlage kaufen:

DaWanda (innerhalb Deutschlands)
Makerist (international)

Gestaltungsbeispiele

Aber auch unsere Probenäher waren kreativ. Schaut mal, was für wundervolle Designbeispiele sie gezaubert haben!

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LEO LÖWE

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Der kleine Leo kommt in drei verschiedenen Varianten daher. Und erfreut sowohl kleine als auch große Löwenfans. Mit einem anderen Gesichtsausdruck und peppigen Farben wird ganz schnell aus niedlich cool.

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Hier könnt ihr die Applikationsvorlage kaufen:

DaWanda (innerhalb Deutschlands)
Makerist (international)

Gestaltungsbeispiele

Lasst beim Gestalten der Mähne eurer Phantasie freien Lauf,  indem ihr z. B. Fell oder Plüsch verwendet. Schaut mal, wie kreativ unsere Probenäher waren!

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Wusstet ihr schon, dass ihr unsere Applikationsvorlagen und Ebooks auch gewerblich nutzen dürft? Wenn ihr ein Produkt, welches ihr nach einem unserer Schnitte/Anleitungen genäht habt, gewerblich verkaufen wollt, könnt ihr eine Gewerbelizenz in meinem Shop kaufen.

Vielen Dank geht auch nochmal an unsere fleißigen Probenäherinnen, die wieder großartige Arbeit geleistet haben!

Mit dabei waren:

Simone von »AlmaSiro«, Stephanie von »Bunte Unikate von der kleinen Ameise«, Jana von »mo&ida«, Maika von »maikaefer«, Jeannine von »Änni Bödden,«, Nicole von »hildmade«, Stephanie von »nadelgeflüster«, Melanie von »Melly Regenbogen«, Anja von »Frechdachs«,  Bianca von »Frau Lenchen«,  Margit von »MaLuStern«, Tanja von »Künstlerkind«, Mareike von »LarsLotte trägt«, Miriam von »MaMiRi«, Anita von »BrocoCroco«, Ellen von »Feelini 1803«, Bianca von »Frau Lenchen«, Jessica B., Lisa von »Des Imperators Kleiderschrank«, Kathrin D., Lyn von »Lynaed«, Laura von »loeweundco«, Jessika von »klitzekleines Glück«, Annette von »Nettes Näharbeiten«,

Dann wünsche ich euch schon mal ein schönes Wochenende! Macht es euch gemütlich – am besten vor der Nähmaschine! 🙂

Eure Claudia

Unser neues Ebook „Kamera- und Handtasche Klein-Smilla“ ist online

Es gibt Neuigkeiten aus dem Hause Frau Fadenschein und Kreativlabor Berlin! Wir haben unserer großen Kameratasche „Smilla“ noch eine kleine Schwester geschenkt. Ab heute ist das Ebook mit Nähanleitung und Schnittmuster erhältlich.

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Klein-Smilla ist ein absolutes Allround-Talent. Die Tasche hat eine Größe von 30cm x 26 cm x 10 cm und ist durch ihre Bodenpolsterung und die herausnehmbare Trennwand ideal geeignet als Kameratasche. Durch das Reißverschluss- und Steckfach im Tascheninneren ist auch Kleinkram, wie USB-Sticks und Speicherkarten, gut verstaut.

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Der besondere Hingucker an der Kameratasche “Smilla” ist die Verschlussvariante mit Karabiner, die aber auch durch einen Steckverschluss ersetzt werden kann. Durch die Kombination mit Korkstoff oder Kunstleder liegt die Tasche absolut im Trend!

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Die separate Trennwand wird mit Schaumstoff gefüttert und durch sie kann die Tasche für Kamera, Objektive, externe Festplatten, Ladekabel etc. unterteilt werden – ganz den individuellen Bedürfnissen entsprechend.

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Ohne den Kameraeinsatz kann die Tasche außerdem als Collegetasche für Uni oder Arbeit, oder mittelgroße Handtasche verwendet werden.

In unserm Ebook findest du das Schnittmuster und eine ausführliche und bebilderte Nähanleitung für die Tasche.

Ich habe meine Klein-Smilla schon seit einigen Wochen im Einsatz – ob als Kameratasche oder Handtasche. Die Größe ist für mich genau richtig und ich wurde sogar schon ein paar mal darauf angesprochen. Glauben wollte mir das keiner so richtig, dass die Tasche selbst genäht ist. Eigentlich ein Kompliment, oder?

Das Ebook zu Klein-Smilla findet ihr bei Kreativlabor Berlin, aber auch in meinem DaWanda-Shop.

DAS IST IM EBOOK ENTHALTEN:

  • detaillierte bebilderte Anleitung auf 29 Seiten als digitales Ebook im PDF-Format
  • Schnittmuster im A4-Format zum Selbstausdrucken
  • inklusive A0-Format zum Plotten des Schnittmusters
  • zahlreiche Designbeispiele & Nähtipps

Wenn ihr Inspiration für eure eigene Klein-Smilla sucht, dann schaut doch mal die Designbeispiele unserer Probenäherinnen an!

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Beim Probenähen waren dabei: Herzwolke, Lotte Jakob, Ars Fecit, Sara & Tom, Lieblingsgrün, Sandra G., Frau von Nadel, Lady Schmidtelott, Littlebee, nellemies design, ElkeS Design, Vivienne H., Liebedinge, Beggas Nähecke, Frechdachs, Cupcake for Findus, reni.van.flausen, ranelabel, Seele & Faden, Melly Regenbogen, Intranquila, Konfettiregen Berlin, Nähzone, NiciBee, Ania, Liivi & Liivi, Tina näit und Vieles & Feines.

Eure Claudia

Das 1 x 1 des Applizierens | allgemeine Tipps und Tricks

Hallo ihr Lieben! Nachdem  nun schon so viele Applikationsvorlagen in meinen Shop bei DaWanda und Makerist eingezogen sind, möchte ich euch gern mit einem Tutorial gern die Scheu oder Angst vorm Applizieren nehmen. Das ist nämlich gar nicht so schwer, wenn man ein paar Tipps und Tricks kennt.  Außerdem sind die Applikationsvorlagen von Frau Fadenschein mit einer detaillierten Schritt-tür-Schritt-Anleitung versehen, so dass ihr genau wisst, welches Schnittteil ihr wann aufbringen müsst.

DAS BENÖTIGST DU:

  • eine Nähmaschine mit Zickzack-Stich (wenn du hast, ein durchsichtiges Applizierfüßchen)
  • Bügeleisen & Bügelbrett
  • Drucker
  • Applikationsvorlage
  • Schere für Stoff und eine kleine, scharfe Schere
  • Bleistift oder Trickmarker
  • Vliesofix (doppelseitig klebendes Bügelvlies)
  • Stickvlies (zum ausreißen)
  • verschiedene Stoffe
  • farblich passendes Nähgarn

DIE STOFFAUSWAHL:

Generell eignen sich fast alle Stoffe zum Applizieren. Bei der Auswahl kommt es darauf an, wofür die Applikation sein soll und wie viel Näherfahrung du schon hast. Für Anfänger ist das Applizieren mit Baumwollstoffen am einfachsten. Du kannst aber auch Sweat-, Jersey-, Interlock-, Nicky-, Fleece-, oder Frotteestoffe verwenden. Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ich sammle die kleineren Reste meiner Nähprojekte in einer separaten Kiste und krame sie für meine Applikationen wieder heraus. So finden auch sie noch eine schöne Verwendung.

Ganz wichtig bei allen dehnbaren Stoffen (wie Sweat, Jersey, Interlock, Nicky, Fleece etc.) ist die Verwendung von Stickvlies. Es wird unter den Grundstoff gelegt und verhindert ein Verziehen des Stoffes. Aber auch bei Baumwollstoffen solltest du nicht auf Stickvlies verzichten.

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DIE STICHWAHL:

Ich verwende für meine Applikationen am häufigsten den Geradstich (1). Da ich viel mit Jersey appliziere ist das auch kein Problem, da der nicht ausfranst. Für Baumwolle ist der Zickzack-Stich (2) besser geeignet, denn mit ihm werden die Stoffkanten eingefasst. Ein Ausfransen wird so verhindert. Einige Nähmaschinen bieten außerdem einen Applikationsstich (3) an, auf den ich hier aber nicht näher eingehe. Sehr kleine Teile oder Details wie Münder, Nasen, Fühler, Schnurrhaare etc. nähe ich von Hand mit dem Steppstich.

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Beim Geradstich stelle ich mir immer eine sehr kleine Stichlänge ein. So kann man auch bei filigranen Teilen präzise arbeiten.

Beim Zickzack-Stich verwende ich eine Stichbreite zwischen 3 und 3,5 und eine Stichlänge zwischen 0,7 (geringere Stichdichte) und 0,4 (hohe Stichdichte). Das ist aber Geschmacksfrage. Am besten du probierst es an einem Probestück bis dir die Einstellungen deiner Maschine gefallen.

Beim Steppstich wird von unten durch den Stoff ausgestochen (1). Dann die Nadel um die gewünschte Stichlänge einstechen (2) und um die doppelte Stichlänge vorgehen und wieder ausstechen (3). Für die darauffolgenden Stiche jeweils eine Stichlänge zurückgehen, einstechen, eine doppelte Stichlänge vorgehen und wieder ausstechen.

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JETZT KANN ES LOSGEHEN:

Anhand eines Beispielmotivs erkläre ich dir alle Arbeitsschritte, die zum Applizieren nötig sind. Die Tipps und Hinweise sind allgemein gültig und können auf jede Applikation übertragen werden.

Schritt 1: Motiv Ausdrucken

Bitte beim Drucken darauf achten, dass du bei 100% Größe druckst und keine Seitenanpassung eingestellt hast. Auf meinen Vorlagen findest du ein Kontrollquadrat, welches du nach dem Ausdruck abmessen kannst. Wenn es auf dem Ausdruck genau 3 x 3 cm groß ist, hast du alles richtig gemacht.

Natürlich kannst du die Vorlage auch nach deinen Wünschen verkleinern oder vergrößern.

Beachte aber: Je kleiner das Motiv, um so kniffeliger wird das Applizieren.

Schritt 2: Motiv übertragen

Lege das Vorlagenblatt unter das Vliesofix. Nun kannst du ganz einfach alle Einzelteile des Motivs mit Bleistift auf die Papierseite des Vliesofix übertragen.

Achtung: Meine Vorlagen sind schon gespiegelt, damit die Motive beim Übertragen auf den Stoff seitenrichtig sind!

Schritt 3: Einzelteile grob ausschneiden

Jetzt schneidest du alle Teile grob aus. Um den Überblick nicht zu verlieren ist es hilfreich, die Einzelteile zu beschriften (z.B. Kopf, Fuß, Auge…)

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Schritt 4: Einzelteile aufbügeln

Nun werden die grob ausgeschnittenen Teile mit der rauen Klebeseite nach unten auf die linke Seite des gewünschten Stoffes gebügelt. Beachte dabei den Fadenlauf.

Lass das Bügeleisen vorher erst richtig heiß werden (Einstellung: auf Baumwolle, ohne Dampf). Achte darauf, dass das Vliesofix überall gut anhaftet. Bei empfindlichen Textilien kannst du zum Schutz vor Stoffschäden ein Tuch oder Backpapier zwischen Stoff und Bügeleisen legen.

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Schritt 5: Teile exakt ausschneiden

Aus dem durch das Vliesofix stabilisierten Stoff kannst du jetzt alle Einzelteile sorgfälltig ausschneiden. Verwende für kleine oder filigrane Teile eine scharfe Nagel- oder Handarbeitsschere.

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Schritt 6: Motiv auf dem Trägerstoff (Shirt) positionieren

Als erstes ziehst du von allen Einzelteilen vorsichtig das Schutzpapier ab. Die Klebeschicht des Vliesofix haftet an der Stoffrückseite. Danach kannst du die Teile auf dem Trägerstoff positionieren.

Für eine exakt mittige Anordnung halbierst du den Stoff mittig und bügelst einmal darüber. So entsteht eine Falte an der das Motiv ausgerichtet werden kann. Natürlich kannst du die Mitte auch mit Stecknadeln markieren.

Damit das Motiv exakt so aussieht wie auf der Vorlage, ist es hilfreich, diese beim Positionieren daneben zu legen.

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Schritt 7: Festbügeln

Wenn das Motiv aus mehreren Schichten und vielen Einzelteilen besteht, werden zunächst erst die unten liegenden Teile platziert, festgebügelt und genäht. Alle weiteren Teile werden nur zur Probe mit aufgelegt und danach wieder entfernt. Es wird also in mehreren Schichten aufgebügelt und genäht.

Wenn die Teile richtig liegen, können sie festgebügelt werden. Setze dafür das Bügeleisen kurz auf den Stoff (nicht hin und her schieben), um die Teile grob zu fixieren. Wenn sie haften kannst du wie gewohnt bügeln. Prüfe dabei, ob auch wirklich alles fest klebt.

Bei empfindlichen Stoffen auch hier wieder ein Tuch dazwischen legen.

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Schritt 8: Aufnähen

Als Erstes legst du ein Stück Stickvlies (etwas größer als das Motiv selbst) unter den Stoff an die Stelle des Motivs. Es dient vor allem bei dehnbaren Stoffen als Stabilisierung. Das Stickvlies nicht mit Nadeln fixieren! So kann der Stoff bei Bedarf immer wieder glatt gestrichen werden und es wellt sich nichts. Nach dem Nähen kannst du das Vlies vorsichtig ausreißen.

Es gibt 2 Möglichkeiten die einzelnen Motivteile auf den Trägerstoff zu nähen:

Applizieren mit Geradstich:

Dieser Stich eignet sich vor allem für Jerseystoffe, da diese nicht ausfransen.

Ich wähle hier immer eine kleine Stichlänge, um auch bei sehr kleinen Motivteilen präzise arbeiten zu können (Fadenspannung bei 3-4). Du nähst hier immer innerhalb der Applikation. Steche die Nadel so nah wie möglich am Rand ein und umnähe das Motivteil  knappkantig (siehe Abbildung).

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Applizieren mit Zickzack-Stich:

Wähle eine Stichbreite zwischen 3 und 3,5 und eine Stichlänge zwischen 0,7 (geringere Stichdichte) und 0,4 (hohe Stichdichte). Bei kleinen Teilen kannst du die Stichbreite auch noch weiter verringern. Teste an einem Probestück die Einstellungen bis sie deinen Wünschen entsprechen. Die Fadenspannung liegt bei 3-4. Wenn du jetzt anfängst das Motiv aufzunähen, achte darauf, dass die Nadel beim rechten Stich genau an der Kante in den Trägerstoff einsticht und beim linken in den Stoff der Applikation (siehe Abbildung).

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Achtung: Bei Teilen (z.B. Arme, Beine, Haare), die optisch hinter einem anderen Teil liegen sollen, wird ein kleiner Überstand an der Verbindungsstelle zum angrenzenden Teil gelassen, sodass das untere Teil vom darüber liegenden Motivteil leicht überdeckt wird bzw. beim Applizieren keine unschönen Lücken entstehen, durch die der Trägerstoff (Shirt) durchblitzen könnte. Der Überstand ist in meinen Vorlagen schon mit eingerechnet.

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Die Nähgeschwindigkeit solltest du immer der Größe und dem Schwierigkeitsgrad der einzelnen Teile anpassen. Wenn du noch nicht so viel Erfahrung beim Applizieren hast, nähe lieber etwas langsamer.

An schwierigen Stellen kannst du auch nur mit dem Handrad arbeiten.

Während des Nähens den Stoff vorsichtig drehen. Bei extremen Richtungsänderungen wie Ecken und engen Kurven die Nähmaschine anhalten, die Nadel in den Stoff senken, das Nähfüßchen anheben, den Stoff in die richtige Position bringen und vorsichtig weiter nähen.

Die Anfangs-und Endfäden nicht abschneiden. Sie werden hinterher mit einer Nadel nach innen gezogen und verknotet, damit die Naht nicht wieder aufgeht. Mache das bei Applikationen, die aus vielen Teilen bestehen, nach jedem aufgenähten Teil. So wird ein Fadenwirrwarr verhindert.

Schritt 9: Stickvlies ausreißen

Jetzt kannst du das Stickvlies von der Rückseite des Trägerstoffs entfernen indem du es vorsichtig ausreißt.

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Schritt 10: Deteils aufsticken

Wenn die Vorlage Details wie Münder, Wimpern, Fühler, Schnurrhaare etc. enthält, kannst du sie nun mit Hand aufsticken. Dazu eignet sich zum Beispiel der Steppstich.

Wie bereits zu Anfang erklärt, wird von unten durch den Stoff ausgestochen. Dann die Nadel um die gewünschte Stichlänge einstechen und um die doppelte Stichlänge vorgehen und wieder ausstechen. Für die darauffolgenden Stiche jeweils eine Stichlänge zurückgehen, einstechen, eine doppelte Stichlänge vorgehen und wieder ausstechen.

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Fertig!

Und wenn das erste Probestück nicht ganz so perfekt ist, hab Geduld und gib nicht gleich auf. Mit der Zeit und etwas Übung wirst du sehen, dass Applizieren gar nicht so schwer ist und viel Spaß macht.

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Buchtipp: Kinderkleidung nähen ohne Schnittmuster von Kristin Ritschel

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Kristin Ritschel: Kinderkleidung nähen ohne Schnittmuster Verlag: Edition Michael Fischer | ISBN 978-3-86355-502-3 | 14,99 € (D) *

Kleidung nähen ohne Schnittmuster? Geht das überhaupt? Für alle, die nur ungern
Schnittmuster abpausen oder zusammenkleben hat Kristin Ritschel mit ihrem neuen Buch „Kinderkleidung nähen ohne Schnittmuster“* gute Nachrichten im Gepäck!

Kristin zeigt auf 112 Seiten und mit verschiedenen Nähprojekten über Rock, Shirt, Hose bis hin zur Jacke, wie das geht.

Zu Beginn des Buches gibt es einen Grundlagenteil, in dem Material und Nähtechniken sehr schön beschrieben werden, aber auch gezeigt wird, wie man ein Kind richtig vermisst und mit diesen Maßen die entsprechenden Schnittteile erstellt. Anhand des Beispielkinds Luca wird das alles sehr anschaulich erklärt und auch bei den einzelnen Nähprojekten wir Luca wieder herangezogen. Dadurch kann man auch als Anfänger sehr schön nachvollziehen, wie die Schnittteile anzulegen sind.

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Es  gibt Schnitte für Kinder quer durch den Kleiderschrank und für jede Jahreszeit ist etwas dabei. Besonders niedlich finde ich ja das Cape, welches auch eine super Grundlage für ein Halloween- oder Faschingskostüm ist!

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Auch die Shirts und Hosen im Buch sind klasse. Die Schnitte sind immer recht einfach und geradlinig gehalten. So bleibt immer noch genug Spielraum für die eigene Fantasie, das entsprechende Nähwerk nach den eigenen Vorstellungen umzusetzen.

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Richtig gut finde ich auch, dass es im Buch Schritt-für-Schritt Anleitungen mit Fotos gibt, die jeden Arbeitsvorgang noch einmal verdeutlichen.

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Wer nun Lust bekommen hat, einmal ohne Schnittmuster Kleidung für die Kleinsten und Kleinen zu nähen, findet das Buch beim Buchhändler seines Vertrauens oder im Internet. Ich bin schon gespannt, was ihr zu diesem tollen Buch sagt! Ich bin jedenfalls sehr begeistert, wie man mit wenigen Schnittteilen so schöne Sachen nähen kann!

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* Affiliate Link

Das Buch wurde mir für die Rezension von der Autorin kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.