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Der Überschrift nach zu urteilen müsste ich jetzt mit „Es war einmal…“ beginnen. 😉 Aber nein. Eigentlich möchte ich euch heute meine erste Ebby von Schnittgeflüster zeigen. Der Schnitt ist sehr einfach und absolut anfängertauglich und wandelbar. Er zeichnet sich dadurch aus, dass das Vorderteil kürzer als das Hinterteil ist.

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In meinem Schrank lungerte auch schon seit einer ganzen Weile ein Chiffon-Stöffchen von Stoff und Stil herum, das nun endlich seine Bestimmung gefunden hat.  Den Schnitt habe ich ganz leicht abgewandelt – ich habe die hintere Rundung etwas „entschärft“, da sie mir doch etwas zu krass für meinen Geschmack erschien. Mit meinem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.

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Da Chiffon ja nicht unbedingt leicht zu verarbeiten ist, möchte ich euch ein paar meiner Erfahrungen weitergeben, falls Ihr euch mal daran vesuchen möchtet.

  • zum übertragen das Schnittmuster mit Gewichten beschweren und/oder mit Klebeband am Stoff befestigen, da dieser schon beim Zuschnitt ein Eigenleben führen kann. So kann nichts verrutschen.
  • Beim Zuschnitt am besten einen Rollenschneider verwenden. Damit geht es am leichtesten.
  • spitze Stecknadeln verwenden, da stumpfe das Gewebe verletzen und Fäden ziehen können
  • beim Nähen eine dünne Mirotexnadel verwenden. Auch diese sollte absolut scharf sein.
  • ohne Dampf bügeln, da sich der Chiffon bei Feuchtigkeit kräuseln kann.

Und nun kommen wir zum zweiten Teil meines Märchens. 😉 Da Chiffon ja etwas durchscheinend ist, habe ich ihn mit der französischen Naht genäht. Diese ist etwas aufwändiger, aber die Arbeit lohnt sich absolut, da so die versäuberten Kanten nicht so sehr durchscheinen. Mit dieser Naht werden Stoffe zusammengenäht und gleichzeitig versäubert. Ich möchte euch gern in meiner Mini-Anleitung zeigen wie das geht.

Die französische Naht

Beim Zuschnitt sollte beachtet werden, dass zusätzlich zur enthaltenen bzw. geplanten Nahtzugabe noch einmal 1 cm dazu genommen werden muss.

Zwei Schnitteile werden links auf links zusammengelegt und mit Stecknadeln fixiert.

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Mit einem Geradstich werden die beiden Stofflagen im Abstand von 1 cm zur Kante zusammengenäht. Die Nahtzugabe wird nun auf 3 mm zurückgeschnitten…

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… und auseinandergebügelt. Den Stoff recht auf rechts umfalten. Die Naht liegt damit im Bruch. Diese Kante kann noch einmal gebügelt werden.

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Nun wird 1cm (oder wie groß die ursprüngliche Nahtzugabe war)  von der Kante entlang genäht und die Nahtkanten der ersten Naht damit eingeschlossen.

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Und so sieht die fertige französische Naht nun von der linken und rechten Seite aus.

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Die Naht kann natürlich von der rechten Stoffseite noch einmal in eine Richtung gebügelt werden.

Und weil heute Donnerstag ist geht mein beitrag auch gleich noch zum RUMS. 🙂

Eure Claudia

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