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Das letzte Mal habe ich euch ja erzählt, dass mein Färbeversuch so ziemlich in die Hose gegangen ist. Heute möchte ich euchzeigen, wie ich das T-Shirt gerettet habe. Ich habe mich dazu entschieden, es hier mal mit Batiken zu versuchen. Bei meiner Recherche im Netz bin ich auf die alte japanische Färbetechnik namens Shibori gestoßen. Eigentlich ist dies nur ein Überbegriff für viele Techniken, wie man Stoff durch falten, vernähen oder binden färben und damit Muster erzeugen kann. Ich habe mich für Arashi Shibori entschieden. Hierbei wird das zu färbende Stück Stoff um einen Körper gewickelt, in meinem Fall ein PVC Rohr. Es wird mit Schnur umwickelt und dann zusammengestaucht. Ausführlicher werde ich dann in der Anleitung.

Dazu benötigt ihr:

  • Batikfarbe (z.B. von Marabu)
  • Färbesalz
  • ein T-Shirt
  • PVC Rohr
  • Paketschnur
  • Haushaltsgummis
  • Schaumstoff-Pinsel
  • Abdeckfolie
  • Gummihandschuhe

Und es geht wie folgt.

  1. Das feuchte Shirt auf das PVC-Rohr aufwickeln. Oder ihr wickelt es trocken wie ich und befeuchtet es dann danach._w_Dip_Dye_Desaster_Teil_2_02
  2. Das aufgerollte Shirt an einem ände zunächst mit einem Haushaltsgummi fixieren und dann mit der Schnur umwickeln und zwischendurch immer wieder dicht zusammenschieben._w_Dip_Dye_Desaster_Teil_2_03
  3. Die vorbereitete Batikfarbe mit dem Pinsel auftragen._w_Dip_Dye_Desaster_Teil_2_04
  4. Nun die Rolle hin und her Bewegen und leichten Druck dabei ausüben. Genauso als wolltet Ihr Plätzchenteig ausrollen. So geht ihr sicher, das die Farbe auch richtig eingearbeitet wird. Ich habe die Rolle zum Einwirken hochkant gestellt, damit sich keine Farbe an dier Liegefläche sammelt.
  5. Nun lasst ihr die Farbe wie auf der Packung angegeben, einwirken._w_Dip_Dye_Desaster_Teil_2_05
  6. Wenn das Muster auf der Rückseite des Shirts nicht intensiv genug ist, diese noch einmal wie angegeben behandeln.
  7. Die überschüssige Farbe wird nun mit kaltem Wasser ausgespült. Ihr könnt das T-Shirt dann mit etwas Flüssigwaschmittel vorsichtig mit der Hand waschen oder es in ein Fixierbad legen. Den Fixierer gibt es ebenfalls von Marabu.

Und das ist mein Ergebnis.

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Ich muss  ja sagen, das ich echt begeistert bin von der Shibori Technik. Sie ist so vielfältig und man kann echt sehr kunstvolle Muster erzeugen. Da braucht es aber auch schon ein wenig Geduld und Übung. Ich werde sicher noch weiter mit dieser Technik herumexperimentieren. Leider gibt es darüber viel zu wenig Fachliteratur. Es wäre schön sich noch tiefer in die Materie einzulesen. So ist es alles learning by doing.

Habt ihr schon mal mit dieser Technik gearbeitet? Habt ihr Tipps und Tricks zur Anwendung und zum verwendeten Material? Und was sagt ihr zum Ergebnis. Liegt es voll im Trend oder ist es eher hippiemäßig? Dann schreibt doch einen Kommentar!

Das ist übrigens mein BEitrag zum Creadienstag.

Eure Claudia

 

3 Kommentare für “Dip Dye Desaster: Teil 2”

  1. Chic! Von dieser Technik habe ich bisher noch nie gehört! Man könnte sicher auch Rohr und T-Shirt ins Färbebad legen, denke ich… Muss nur der Behälter groß genug sein. Es gibt übrigens bestimmt seeehr viel Fachliteratur zu diesen Techniken – wenn man japanisch könnte 😉
    Liebe Grüße von Regina

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